Hallo ihr Lieben,
ich weiß gar nicht genau, wie ich anfangen soll, aber vielleicht gibt es hier Mamas, denen es ähnlich geht wie mir.
Ich bin Mama einer kleinen Tochter und merke momentan, dass mir langsam alles zu viel wird. Der Alltag mit meiner Tochter ist sehr anstrengend, sie braucht unglaublich viel Aufmerksamkeit und ich fühle mich oft körperlich und emotional erschöpft.
Dazu kommt, dass sie ständig krank ist. Kaum ist sie wieder im Kindergarten, wird sie schon wieder krank. Das macht mir große Sorgen, vor allem wegen meiner Arbeit und meiner beruflichen Zukunft. Ich weiß manchmal einfach nicht, wie ich das alles unter einen Hut bringen soll.
Was mir aber besonders fehlt, sind soziale Kontakte. Ich habe hier leider keine Freundinnen, mit denen ich mich treffen, spazieren gehen, einen Kaffee trinken oder einfach mal über den Alltag als Mama reden kann.
Ich habe versucht, Kontakte zu anderen Müttern aufzubauen, auch über den Kindergarten, aber leider kommt von den anderen Mamas wenig zurück. Manchmal habe ich das Gefühl, dass alle schon ihren Freundeskreis haben und es schwierig ist, irgendwo Anschluss zu finden.
Deshalb versuche ich es hier noch einmal.
Ich wünsche mir einfach nette, ehrliche Kontakte zu anderen Mamas, bei denen man sich gegenseitig versteht, sich auch mal spontan treffen kann und nicht das Gefühl hat, immer selbst diejenige sein zu müssen, die sich meldet.
Mir geht es nicht darum, die perfekte Freundschaft von heute auf morgen zu finden. Ich würde mich einfach freuen, jemanden kennenzulernen, mit dem man sich austauschen, gemeinsam etwas mit den Kindern unternehmen oder auch mal über ganz andere Dinge als Kinder sprechen kann.
Vielleicht geht es ja jemandem ähnlich und ihr habt auch Lust, neue Kontakte zu knüpfen.
Ich würde mich wirklich über Nachrichten freuen.
Hallo Ekstimka,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass du dich mit deinem Thema hier einbringst.
Deine Beschreibung klingt nach einer wirklich anstrengenden Phase. Ein kleines Kind, viele Infekte, die Sorgen um die Arbeit und gleichzeitig kaum Möglichkeiten, selbst einmal aufzutanken. Ja, das kann auf Dauer ganz schön viel werden.
Vielleicht hilft dir zumindest ein wenig die Erfahrung, dass viele Kinder gerade im ersten Kitajahr sehr häufig krank sind. Das Immunsystem begegnet plötzlich einer ganzen Menge neuer Viren und Bakterien und muss damit erst einmal ordentlich „trainieren“. Bei vielen Familien wird es nach dieser ersten intensiven Zeit tatsächlich deutlich ruhiger und die Infekte werden seltener. Das könnte also durchaus eine Phase sein, die sich mit der Zeit entspannt.
Wenn du allerdings das Gefühl hast, dass deine Tochter ungewöhnlich häufig, besonders schwer oder sehr lang krank ist, wäre es sicher trotzdem sinnvoll, das einmal mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt zu besprechen. Einfach damit ausgeschlossen werden kann, dass noch etwas anderes dahintersteckt.
Auch bei den Kontakten zu anderen Eltern habe ich oft erlebt, dass diese sich mit der Zeit über die Kinder selbst entwickeln. Gerade mit 18 Monaten spielen viele Kinder ja noch eher nebeneinander als wirklich miteinander. Später suchen sie sich häufig gezielter andere Kinder aus, und darüber ergeben sich dann oft ganz automatisch mehr Gespräche zwischen den Eltern.
Vielleicht gäbe es bei euch in der Kita auch Möglichkeiten, solche Begegnungen ein bisschen leichter zu machen. Manche Kitas haben zum Beispiel ein Elterncafé, gemeinsame Nachmittage oder die Eltern treffen sich nach der Abholzeit noch auf dem Spielplatz. Solche Dinge werden manchmal von der Elternvertretung organisiert.
Vielleicht wäre sogar die Elternvertretung selbst eine Möglichkeit für dich. Nicht, weil du dir noch eine Aufgabe aufladen sollst, sondern weil darüber manchmal ganz unkompliziert Kontakte entstehen. Und wenn es solche Angebote bei euch noch nicht gibt, könnte man vielleicht ganz klein anfangen mit einem gemeinsamen Spielplatznachmittag oder einem lockeren Treff nach der Kita.
Und sobald deine Tochter bestimmte Kinder häufiger aufsucht, könntest du vielleicht auch die Eltern ganz direkt ansprechen. Manchmal funktioniert so ein konkreter Anlass leichter als der Versuch, direkt eine Freundschaft aufzubauen.
Mich würde auch interessieren, wie andere Eltern das erlebt haben.
Wie war bei den mitlesenden UserInnen das erste Kitajahr? Waren eure Kinder auch ständig krank? Und wie sind bei euch Freundschaften oder Kontakte zu anderen Eltern entstanden? Vielleicht gibt es hier ja auch noch ganz andere Ideen, die Ekstimka helfen könnten.
Liebe Grüße
bke-Tom Sommerwind